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Diagnostik

Diagnostik

Therapie

Beratung

bei folgenden Störungsbildern:

  • Sprachentwicklungsstörungen
  • Aussprachestörungen
  • Stottern und Poltern
  • myofunktionellen Störungen
  • Mutismus
  • Störungen im schriftsprachlichen Bereich (Dyslexie, Dysgraphie)
  • Sprachstörungen im Kontext von Mehrfachbehinderungen
  • Sprachstörungen im Kontext von Mehrsprachigkeit
  • Sprach- und Sprechstörungen nach Unfällen
  • Sprachstörungen im Kontext von Mehrfachbehinderungen
  • Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen im Kontext von internistischen oder neurologischen Erkrankungen
  • Aphasie
  • Dysarthrie
  • Sprechapraxie
  • Dysphagie
  • Mutismus
  • Stottern und Poltern
  • Stimmstörungen

Wir helfen bei der Feststellung von Mutismus und der Differenzierung von anderen Störungsbildern.

Gleichzeitig helfen wir Ihnen, das Schweigen zu überwinden.

Störungsbilder im Detail

Kinder

Sprachentwicklungsstörungen und -verzögerungen

Sprachentwicklungsstörungen (SES) oder -verzögerungen (SEV) – auch Spracherwerbs-störung oder -verzögerung genannt – können sich als Wortschatzeinschränkungen, Wort-findungsstörungen, Schwierigkeiten beim Satzbau oder bei der richtigen Artikelauswahl äußern. Auch die Aussprache des Kindes kann betroffen sein. Dies zeigt sich meist durch die Angleichung, Auslassung oder Ersetzung einzelner oder mehrerer Laute. Des Weiteren können die auditive Merkspanne und/oder das auditive Gedächtnis gestört sein, was zu einer fehlerhaften Sprachverarbeitung führen kann. Motorische Beeinträchtigungen bei Kindern können ebenfalls eine SES oder SEV bedingen.

Welche Ursachen gibt es dafür?

Sprachentwicklungsstörungen (SES) und Sprachentwicklungsverzögerungen (SEV) treten vor Abschluss der kindlichen Sprachentwicklung auf. Sie können durch Entwicklungsstörungen, frühkindliche Hirnschädigungen, Hörstörungen, Anomalien der Sprechorgane, genetisch bedingte Krankheiten, Mehrfachbehinderungen oder eine familiäre Sprachschwäche mit Krankheitswert begründet sein.

Artikulationsstörungen

Bei einer Artikulationsstörung kann der Betroffene ein oder mehrere Laute nicht richtig aussprechen. Man unterscheidet phonetische und phonologische Aussprachestörungen. Kann ein Laut mundmotorisch nicht korrekt ausgesprochen werden (bspw. wenn ein Kind den s-Laut interdental -zwischen den Zähnen- bildet) spricht man von einer phonetischen Störung. Wenn ein Laut jedoch inkonsequent richtig oder falsch gebildet wird (bspw. „die Mama hat mich dedrückt“ und gleichzeitig „gib den Ball“) kann von einem sprachorganisatorischen Problem ausgegangen werden. Dies wird als phonologische Störung bezeichnet.

Welche Ursachen gibt es dafür?

Artikulationsstörungen können als Folge von Hörstörungen oder frühkindlichen Hirnschäden auftreten. Aber auch ein Ungleichgewicht der Muskelgruppen im Gesichtsbereich sowie Zahnfehlstellungen können Lautfehlbildungen verursachen.

Stottern und Poltern bei Kindern

Beim Stottern kommt es im Redefluss des Kindes zu Laut-, Silben- oder Wortwiederholungen, Dehnungen des Wortes oder totale Blockierungen vor oder während der Aussprache eines Wortes. Oftmals leiden Betroffene stark unter der Störung. Gerade Kinder sind in der Schule gefährdet zu Sonderlingen zu werden. Dies führt wiederum bei den kleinen Patienten zu einem Vermeidungsverhalten, in dem sie teilweise das Sprechen ganz verweigern oder dass sie andere Wörter mit ähnlichem Inhalt verwenden. In schweren Fällen sind mimische und / oder körperliche Mitbewegungen zu beobachten.

Als Poltern wird ein überhasteter und beschleunigter Sprechablauf bezeichnet, der durch eine undeutliche und verwaschene Aussprache gekennzeichnet ist. Diese Störung des Sprechens geht meist mit einem ausgeprägten Störungsbewusstsein einher, da die Betroffenen häufig von ihrem Umfeld darauf hingewiesen werden.

Welche Ursachen gibt es?

Sowohl beim Stottern als auch beim Poltern gibt es hirnorganische Ursachen. Das Stottern hat zusätzlich psychische und erbliche Hintergründe. Beim Poltern konnte dies bisher noch nicht nachgewiesen werden. Bei beiden Störungsbildern spielt in der Therapie die Dauer der vorliegenden Störung eine Rolle. Denn je länger der Patient mit der falschen Sprechweise lebt, umso schwieriger wird es ihm fallen, sich an das neue, physiologisch korrekte Sprechmuster zu gewöhnen.

Myofunktionelle Störungen

Myofunktionelle Störungen sind funktionell oder organisch bedingte Störungen der Mund- und Gesichtsmuskulatur und aller am Schlucken beteiligten Strukturen (Kiefer, Lippen, Gaumen). Die Mund- und Gesichtsmuskulatur zeigt sich dabei oft hypoton (schwach). Beim Schlucken drückt die Zunge vorn gegen die Frontzähne und nicht nach oben gegen den Gaumen. Häufig ist es der Zahnarzt, der Kieferorthopäde oder Ihr Kinderarzt, der diese Abweichungen bei Ihrem Kind beobachtet und darauf hin eine sprachtherapeutische Behandlung empfiehlt.

Welche Ursachen gibt es?

Grund für eine Myofunktionelle Störung kann eine offene Mundatmung anstelle der zu bevorzugenden Nasenatmung sein. Aber auch vergrößerte Mandeln und Polypen, ein angeborenes fehlerhaftes Schluckmuster und eine schlaffe Gesamtkörperhaltung sowie das Daumenlutschen können zu einer beeinträchtigten Mundmuskulatur führen.

(S)elektiver Mutismus

Mutismus ist eine kombinierte Angst- und Kommunikationsstörung, bei der Kinder, Jugendliche oder Erwachsene in bestimmten Situationen und/oder gegenüber bestimmten Personen schweigen, obwohl sie sprechen können. Die physiologischen Voraussetzungen zum Sprechen müssen gegeben sein. In bekannten Situationen und gegenüber einem ausgewählten Personenkreis wird gesprochen. Die Störung geht in vielen Fällen mit einer Sozialphobie einher. In vertrauter Umgebung können die Betroffenen ganz unbeschwert reden und tun dies dann auch überdurchschnittlich viel, um das an anderer Stelle auftretende Schweigen zu kompensieren.

Welche Ursachen gibt es?

Eine direkte Ursache für das situations- und personenbezogene Schweigen ist bisher nicht bekannt. Bei der Entstehung und Verfestigung des Krankheitsbildes sind psychologische und physiologische Faktoren beteiligt. So wird bei der Frage nach der Ursache neben der Entwicklung auch das Umfeld des Kindes betrachtet. Eine umfangreiche Familienanamnese hilft bei der Feststellung einer familiären Disposition.

Weitere wichtige Informationen zu diesem Thema finden sie unter: www.mutismus.de

Dyslexie und Dysgraphie (LRS)

Dyslexie

Bei einer Dyslexie liegt eine Leseschwäche vor, obwohl rein organisch alles in Ordnung ist. Dyslexie ist bei etwa 5 bis 17 % der Gesamtbevölkerung anzutreffen, wobei verschiedene Formen und Ausprägungsgrade zu unterscheiden sind. Oft tritt sie das erste Mal im Rahmen einer so genannten Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) in den ersten Schuljahren auf. Die Betroffenen fallen beim Lesen- und Schreiben lernen weit hinter ihren Altersgenossen zurück, obwohl sie über eine normale Intelligenz verfügen. Die Gründe für diese Krankheit können sowohl erblich bedingt als auch organisch erworben (etwa durch Schlaganfall oder Hirnschädigungen jeglicher Art) sein.

Die betroffene Person hat sowohl Probleme mit der reinen Leseleistung als auch mit dem Verstehen des gelesenen. In der Regel tritt die Dyslexie zusammen mit einer Dysgraphie auf.

Dysgraphie

Unter einer Dysgraphie versteht man eine Schreibstörung.  In Deutschland gibt es ca. 7,5 Millionen Personen, die gar nicht oder nur sehr wenig Schreiben können. Wie die Dyslexie ist auch das Unvermögen, sich schriftlich korrekt zu äußern auf unterschiedliche Gründe zurück zu führen. Zum einen gibt es auch hier eine sog. familiäre Disposition (erblich bedingt); aber auch hier kommen organische Schäden – etwa durch Schlaganfall oder Hirnschlag – als auslösende Faktoren vor.

Beide Störungen werden im Deutschen unter dem Begriff Lese- und Rechtschreibstörung (LRS) zusammengefasst. Die Gründe für diese Sprachstörung können – wie oben erwähnt – im erblichen und/oder organischen Bereich liegen. Leiden Kinder unter einer LRS so kann auch die sog. phonologische Bewusstheit (das gekonnte „Spielen“ mit Lauten) gestört sein. Zur phonologischen Bewusstheit gehören Dinge wie Reimen, Lokalisierung von Lauten, Speicherung von Lauten, richtige Reihenfolge von Lauten sowie Unterscheidung und Herausfiltern von Lauten. (Screening nach Norina Lauer)

Typische Symptome für eine LRS ist das Verwechseln von Buchstaben (b und d) sowie falsches Benennen und Schreiben von Zahlen (42 anstatt 24, da die vier eher genannt wird). Außerdem fehlt das Verständnis für Morpheme (Mäuse anstatt Meuse), Dehnungen oder Dopplungen von Buchstaben werden nicht bzw. falsch vorgenommen; die Groß- und Kleinschreibung macht ebenfalls Probleme,

Hinzu kommt noch eine ausgeprägte Unlust zum Lesen und Schreiben.

Sprachstörungen bei körperlichen und/ oder geistigen Behinderungen

Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen sind in den meisten Fällen auch von einer Beeinträchtigung der Sprache oder des Sprechens betroffen. Dabei treten sowohl Sprachentwicklungsstörungen oder -verzögerungen, Dysphasien, Dysarthrophonien oder Schluckstörungen auf. Bei vielen Betroffenen ist die Sprachstörung sowohl auf eine verzögerte Entwicklung als auch auf die Unfähigkeit der Koordination der verschiedenen Nerven und Muskeln, die am Sprechvorgang beteiligt sind, zurückzuführen.

Bei Menschen mit Mehrfachbehinderungen ist ein Erwerb der Lautsprache oftmals nicht möglich oder es werden nur wenige Wörter oder Phrasen gesprochen. Meist stellt sich jedoch heraus, dass ein Verstehen der Sprache eingeschränkt möglich ist. Ist dies der Fall, kann gemeinsam ein Kommunikationssystem erstellt werden, welches dem Betroffenen und seinen Angehörigen hilft, einander zu verstehen. So können endlich Bedürfnisse geäußert, Gesprächsthemen bestimmt und Gefühle „ausgesprochen“ werden.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen für Behinderungen können vielseitig sein. Sie können genetisch bedingt sein (z.B. Down-Syndrom, Pierre-Robin-Syndrom o. Hallervorden-Spatz-Syndrom). Pränatale Läsionen im Gehirn entstehen durch Vireninfektionen vor der Geburt. Perinatale Schädigungen treten bei einer Unterversorgung mit Sauerstoff oder Nabelschnur-komplikationen während der Geburt auf. Postnatal können Beeinträchtigungen des Gehirns durch Blutungen, als Krankheitsfolgen (z.B. bei Meningitis) oder als Unfallfolgen entstehen. Auch Störungen im Fett- oder Eiweißstoffwechsel oder im Hormonhaushalt können geistige Behinderungen hervorrufen und werden als neurometabolisch-degenerative Erkrankungen bezeichnet.

Sprachstörungen im Kontext von Mehrsprachigkeit

Inhalt folgt

Erwachsene

Aphasie

Die Aphasie ist eine Störung der Sprache nach vollzogenem Spracherwerb. Sie tritt plötzlich nach Beeinträchtigung des Gehirns auf. Die Organisation und Verarbeitung der Sprache ist betroffen und wirkt sich auf alle damit verbundenen Modalitäten aus (Verstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben). Es wird in verschiedene Syndrome unterschieden, die bezeichnen, welche Areale der Sprachzentren geschädigt sind. Das Broca-Areal ist zuständig für die Produktion der Sprache. Ist dieser Bereich beeinträchtigt, ist hauptsächlich das Sprechen und Schreiben gestört. Dies wird als Broca-Aphasie bezeichnet. Für Verstehen von Sprache ist das Wernicke-Areal verantwortlich. Eine Wernicke-Aphasie beeinträchtigt also vorwiegend das Verstehen und Lesen von Sprache. Sind beide Areale betroffen, spricht man von einer globalen Aphasie. Dabei sind alle vier Modalitäten gestört. Bei einer amnestischen Aphasie sind nur wenige Symptome erkennbar und wird auch als Restaphasie bezeichnet. Sie wird hauptsächlich durch Wortfindungsstörungen gekennzeichnet. Die Aphasie ist eine chronische Erkrankung, die mit hoher Therapiefrequenz behandelt werden sollte. Studien belegen, dass eine intensive sprachtherapeutische Behandlung eine Verbesserung der Sprache und der Kommunikation ermöglicht.

Welche Ursachen gibt es?

Aphasien treten nach einem Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder als Operationsfolge bei Tumorresektionen auf. Die Beeinträchtigung des Gehirns liegt bei fast allen Patienten auf der linken Hemisphäre, da dort beide Sprachzentren angesiedelt sind.

Dysarthrie

Die Dysarthrie ist im Gegensatz zur Aphasie eine Störung des Sprechens. Die Organisation und Verarbeitung der Sprache ist nicht betroffen. Durch die Beeinträchtigung der am Sprechen beteiligten Nervenfasern, die für die Planung und die Umsetzung des motorischen Ablaufes zuständig sind, kommt es zu einer verwaschenen, undeutlichen bis zur unverständlichen Sprechweise. Dabei können sowohl die Sprechatmung, die Stimmgebung und die Artikulation in Mitleidenschaft gezogen werden. Zu den Artikulationsorganen gehören Lippen, Zunge, Kiefer und Gaumensegel, deren Koordination beim Sprechablauf beeinträchtigt wird. Je nach Grunderkrankung kann ein zu hoher oder zu geringer Muskeltonus für die gestörte Sprechweise mitverantwortlich sein.

Da es sich bei der Dysarthrie um eine Störung des motorischen Systems handelt, was zu einer Schwächung, Verlangsamung, Dyskoordination und/oder Tonusveränderung der betroffenen Muskulatur führt, ist bei den Patienten meist nicht nur das Sprechen betroffen. Auch das Kauen, das Schlucken, die Mimik sowie die Gliedmaßenmotorik, also alle motorischen Aktivitäten, in deren Kontrolle das jeweils gestörte motorische Subsystem involviert ist, können in Mitleidenschaft gezogen werden.

Welche Ursachen gibt es?

Dysarthrien/Dysarthrophonien können nach cerebralen Durchblutungsstörungen, z.B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder als Operationsfolgen nach Tumorresektionen auftreten. Auch Tumorerkrankungen oder Entzündungen im Gehirn können sie hervorrufen. Des Weiteren führen infantile Cerebralparesen aber auch degenerative Erkrankungen wie Morbus Parkinson, choreatische Krankheitsbilder, Amyotrophe Lateralsklerose, Bulbärparalyse, Myasthenia gravis zu Dysarthrien.

Sprechapraxie

Eine Sprechapraxie ist eine Störung des Sprechbewegungsablaufs. Dabei funktioniert die artikulatorische Planung nicht mehr, wie bei sprachgesunden Menschen. Genauer gesagt, ist die Planung, in welcher Reihenfolge die Artikulatoren (Bewegungen der Lippen, der Zunge, des Kiefers, der Stimmlippen) aktiv sein müssen, gestört. Oftmals gerät die zeitliche Reihenfolge der zu sprechenden Laute durcheinander (z.B. statt „Blume“ -> „Lubme“). Hierbei kann es zur Auslassung, Ersetzung und zum Hinzufügen von Lauten kommen. Weiterhin treten Entstellungen von Lauten auf. Dies äußert sich beispielsweise im Dehnen oder Nasalieren von Lauten. Symptomatisch können auch längere Pausen zwischen Lauten, Silben und Wörtern auftreten.
Die gesprochenen Wörter sind immer von unterschiedlichen Fehlern entstellt. Jedoch kann es bei der Sprechapraxie auch zu „Inseln störungsfreien Sprechens“ kommen. Als Begleiterscheinung sind häufig Suchbewegungen zu beobachten.Wichtig ist es die Sprechapraxie von der Dysarthrie abzugrenzen, um eine erfolgreiche Therapie einleiten zu können.

Welche Ursachen gibt es?

Die Störung tritt meist nach einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-Trauma oder bei entzündlichen Hirnerkrankungen (z.B Enzephalopathie) auf. Grund ist eine Schädigung in der sprachdominanten Gehirnhälfte auf, welche bei ca. 70% der Bevölkerung die Linke ist. Eine Läsion des Sprachzentrums ist nicht zwingend, meist tritt die Sprechapraxie jedoch in Verbindung mit einer Aphasie auf.

Dysphagie

Die Dysphagie bezeichnet eine Störung des Schluckvorgangs. Wesentliche Symptome hierbei sind das Verschlucken (an Speichel oder Speisen), Würgen, Speichel- und Nahrungsaustritt aus dem Mund, Essensreste in der Mundhöhle, Schmerzen beim Schlucken, wiederholt auftretende Fieberschübe und das Ablehnen bestimmter Speisen (z.B. Fleisch). Da die Luft- und Speiseröhre nah beieinander liegen besteht bei einer Dysphagie die Gefahr, dass Nahrungsreste in die Lunge gelangen und somit Lungenentzündungen auftreten können. Neben den Hauptsymptomen kommt es häufig zum sozialen Rückzug des Patienten, da er beispielsweise an den familiären Mahlzeiten nicht mehr teilnehmen kann. Mit einer Therapie der Dysphagie soll dem Auftreten einer Fehl- bzw. Mangelernährung entgegengewirkt werden. Die Logopädie bietet die Beratung der Betroffenen und Angehörigen an. Weiterhin erfolgen eine ausführliche Diagnose, sowie eine ursächliche oder kompensatorische Therapie.

Welche Ursachen gibt es?

Das Auftreten von Dysphagien kann in allen Lebensphasen auftreten. Ursachen bei Neugeborenen oder Kleinkindern können angeborenen Fehlbildungen (z.B. LKGS) oder Cerebralparesen sein.
Im Erwachsenenalter sind häufige Ursachen: Schlaganfälle, Neurologische Erkrankungen (ALS, MS, M. Parkinson, CH), Tumorresektionen, Demenzerkrankungen oder auch psychogene Dysphagien.
Mit fortschreitendem Alter kann es auch zur Altersschluckstörung (Presbyphagie) kommen.

Stottern bei Erwachsenen

Stottern ist eine zeitweise nicht gleich stark auftretende, willensunabhängige, situtaionsabhängige Redeflussstörung.
Stottern ist jedoch kein einheitliches Krankheitsbild. So wie es viele individuelle Menschen gibt, so gibt es genauso viele verschieden Arten des Stotterns. Es stellt sich bei jedem Betroffenen, hinsichtlich Verursachung, Aufrechterhaltung, Verlauf, Therapieindikation und Prognose prinzipiell unterschiedlich dar.
Die Symptome aus denen sich Stottern zusammensetzt sind Wiederholungen und Dehnungen von Lauten, Silben oder Wörtern, sowie stumme oder geräuschvolle Blockaden. Weiterhin können Begleitsymptome auftreten, z.B. ganzkörperliche und mimische Mitbewegungen, Augenzwinkern, Störungen des Atemmusters. Durch die bereits länger bestehende Symptomatik im Erwachsenenalter ist oftmals ein Störungsbewusstsein vorhanden, welches auch zum Vermeiden bestimmter kommunikativer Situationen führen kann.

Welche Ursachen gibt es?

Für die Redeflussstörung Stottern gibt es verschiedene Ursachen. Physiologische Faktoren (z.B. Vererbung), sprachliche Faktoren (z.B. frühere Sprachentwicklungsverzögerungen) und psychosoziale Faktoren (z.B. soziales Umfeld) spielen bei der Entstehung, Aufrechterhaltung und dem Verlauf des Stotterns zusammen.

(S)elektiver Mutismus

Mutismus ist eine kombinierte Angst- und Kommunikationsstörung, bei der Kinder, Jugendliche oder Erwachsene in bestimmten Situationen und/oder gegenüber bestimmten Personen schweigen, obwohl sie sprechen können. Die physiologischen Voraussetzungen zum Sprechen müssen gegeben sein. In bekannten Situationen und gegenüber einem ausgewählten Personenkreis wird gesprochen. Die Störung geht in vielen Fällen mit einer Sozialphobie einher. In vertrauter Umgebung können die Betroffenen ganz unbeschwert reden und tun dies dann auch überdurchschnittlich viel, um das an anderer Stelle auftretende Schweigen zu kompensieren.

Welche Ursachen gibt es?

Eine direkte Ursache für das situations- und personenbezogene Schweigen ist bisher nicht bekannt. Bei der Entstehung und Verfestigung des Krankheitsbildes sind psychologische und physiologische Faktoren beteiligt. So wird bei der Frage nach der Ursache neben der Entwicklung auch das Umfeld des Kindes betrachtet. Eine umfangreiche Familienanamnese hilft bei der Feststellung einer familiären Disposition.

Weitere wichtige Informationen zu diesem Thema finden sie unter: www.mutismus.de

Dysphonie

Dysphonie

Als Dysphonie bezeichnet man eine Stimmstörung. Diese kann organisch als auch funktionell bedingt sein. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass eine „normale“ Stimmgebung nicht möglich ist. Die Stimme hört sich rauh oder heiser an. Außerdem kann kaum noch laut gesprochen werden.

Wenn der Kehlkopf als „Stimmorgan“ zum Beispiel durch eine Kehlkopfentzündung erkrankt ist, spricht man von einer organischen Stimmstörung. Diese können auch durch Verletzungen des Kehlkopfes jeglicher Art hervorgerufen werden. Manchmal wird auch bei einer Schilddrüsenoperation ein Nerv mit durchtrennt, der sowohl für die Atmung als auch für die Stimmgebung essentiell ist. Dann sollte so schnell wie möglich eine Stimmtherapie durchgeführt werden.

Die Stimmstörung kann aber auch durch die Art und Weise (Funktion) wie man seine Stimme benutzt ausgelöst werden. „Eine funktionelle Stimmkrankheit ist gekennzeichnet durch Veränderungen des Stimmklanges und Einschränkungen der Stimmleistungsfähigkeit, ohne dass erkennbare organische Veränderungen vorliegen. Das Schwingungs- und Schließungsverhalten der Stimmlippen (umgangssprachlich: Stimmbänder) ist gestört. Die Heiserkeit ist das hörbare Merkmal einer Stimmstörung. Die Stimme klingt heiser, rau, gepresst und angestrengt. Die Stimmlage ist meist erhöht, der Stimmumfang eingeschränkt. Es können Schmerzen und/oder Missempfindungen wie Kloßgefühl, Trockenheit und Räusperzwang auftreten. Als Begleiterscheinungen kommt es zu Fehlhaltungen, gestörter Atmung, erhöhtem Sprechtempo und undeutlicher Artikulation.
Aber auch ein behauchter, kraftloser Stimmklang aus mit eher flacher Atmung und herabgesetzter Muskelspannung ist möglich.

Zu angestrengtes Sprechen kann auf Dauer zu organischen Veränderungen (Stimmknötchen) oder zu Stimmermüdung führen. Wenn Menschen mit herabgesetzter Muskelspannung in z.B. Sprecherberufen hoher Stimmbelastung ausgesetzt sind, können sie in Folge zur Überwindung der Kraftlosigkeit, mit zu viel Spannung und Stimmanstrengung sprechen und somit eine Hyperfunktion entwickeln. Meist liegen jedoch gemischte Symptomatiken vor. Auch organische Stimmstörungen (z.B. Stimmlippenlähmungen, Entzündungen) können im Verlauf funktionelle Stimmstörungen mit sich bringen.“ (Quelle dbl)

In speziellen Stimm- und Atemübungen lernen die Patienten, ihre Stimme korrekt zu benutzen und sie wieder belastbar zu machen, so dass den ganzen Tag problemlos gesprochen werden kann.

Angebote für Gruppen und Einzelpersonen

Elterntraining

SPRACHFÖRDERUNG ZU HAUSE – WAS KANN ICH TUN?

Ihr Kind hat in den ersten Monaten des Lebens viele Entwicklungsbereiche parallel zu bedienen. Der Spracherwerb ist in dieser Phase eine der kompliziertesten Aufgaben überhaupt. Das Kind lernt täglich neue Wörter verstehen, viel später erst sprechen, noch später sie in die richtige Reihenfolge eines Satzes zu setzen. Sie begleiten Ihr Kind tagtäglich beim Waschen, Füttern, Windeln und gleichzeitig erlebt Ihr Kind Sie täglich beim Einkaufen, Haushalt oder in der Freizeit. Nutzen Sie Ihren Alltag, um ganz nebenbei Ihr Kind beim Sprechenlernen zu unterstützen und zu fördern! Seit Oktober 2013 bieten wir erfolgreich einen Workshop zur alltäglichen Sprachförderung Ihres Kindes an. Geleitet wird er von der Diplom- Heilpädagogin Michaela Kaiser.

  • Wie ist der Ablauf des Spracherwerbs von der Geburt bis zum Schulanfang?
  • Welche Voraussetzungen sind für das Erlernen von Sprache notwendig?
  • Welches Spielmaterial ist für mein Kind in welchem Alter sinnvoll?
  • Welche körperlichen Entwicklungsabläufe bedingen die Sprachentwicklung?
  • Welche Alltagssituationen gibt es, in denen die Entwicklung der Sprache optimal und nachhaltig gefördert wird?
  • Welche sprachlichen Inseln gibt es im regulären Tagesablauf, die ich nutzen kann?

5x 90 min
Termine und Preise nach Vereinbarung
Anmeldung bitte telefonisch oder per eMail

Schlucken im Alter

ERKENNEN SIE SCHLUCKSTÖRUNGEN IHRER KLIENTEN FRÜHZEITIG!

Schluckstörungen begegnen Ihnen täglich in Ihrem Arbeitsumfeld. Nicht nur nach einem Schlaganfall, auch altersbedingt kommt es zu Dysphagien oder Presbyphagien. Oftmals sind die Symptome schleichend. Gewichtsverlust, Geruchs- und Geschmackssinn lassen nach, Appetit und Durstgefühl nehmen ab, die Muskeln werden schwächer… Das Erkennen und Begleiten bei den alltäglichen Abläufen oder die Entscheidung den Logopäden hinzuziehen, erfordert Wissen und Fingerspitzengefühl. Seit Oktober 2013 bieten wir erfolgreich einen Workshop zur Früherkennung von Schluckstörung und deren Begleitung im Pflegealltag. Geleitet wird er von der staatl. geprüften Logopädin Petra Frießnegg.

  • Was sind die Ursachen für eine Schluckstörung?
  • An welchen Symptomen ist ein gestörtes Schluckmuster zu erkennen?
  • Wie läuft der Schluckvorgang ab?
  • Wie kann ich erkennen, ab wann ein Arzt/Logopäde kommen sollte?
  • Was ist im Alltag beim Essengeben zu beachten?

3x 90 min
Termine und Preise nach Vereinbarung
Anmeldung bitte telefonisch oder per eMail

Workshop Stimme - Callcenter

VERKAUF AM TELEFON – AUSDRUCK MACHT EINDRUCK

Die Anforderungen an Ihre Stimme als Call-Center-Agent sind enorm. Jeden Tag sind Sie einer Sprechbelastung ausgesetzt, die nicht selten zu Heiserkeit, Räusperzwang oder dem berühmten „Frosch im Hals“ führen. Zudem entscheidet der Klang Ihrer Stimme über Sympathie oder Antipathie. Nachweislich führt ein optimierter Stimmeinsatz zu Umsatzsteigerungen und Zufriedenheit bei Ihnen und Ihren Kunden. Seit Oktober 2013 bieten wir erfolgreich einen Workshop zur Optimierung Ihres Handwerkszeugs. Geleitet wird er von der staatl. geprüften Logopädin Petra Frießnegg.

  • Brainstorming – Was bedeutet Stimme für Sie?
  • Aufklärung – Anatomische Grundlagen des Kehlkopfes, des Körpers und der Stimme
  • Stimmhygiene
  • Arbeit an der Stimme
  • Wahrnehmung
  • Atmung
  • Haltung und Bewegung
  • Stimmgebung und Resonanz
  • Sprechen und Artikulation
  • Stimmvariation im Verkaufsgespräch

Persönliches Abschlussgespräch

4x 90 min
Termine und Preise nach Vereinbarung
Anmeldung bitte telefonisch oder per eMail

Workshop Stimme - Erzieher

ERZIEHER – HOCHLEISTUNGSSPORT FÜR IHRE STIMME

Der Erzieherberuf gehört zu den sprechintensivsten Berufen und ist auf ein reibungsloses Funktionieren der Stimme angewiesen. Fühlen auch Sie sich diesen stimmlichen Anforderungen nicht immer gewachsen? Hatten Sie schon das Gefühl stimmlich nicht gegen den Lärmpegel Ihres Umfeldes anzukommen? Verspüren Sie nach stundenlanger Sprechleistung im Berufsalltag Heiserkeit, Räusperzwang oder den berühmten „Frosch im Hals“. Seit Oktober 2013 bieten wir erfolgreich einen Workshop zur Optimierung Ihrer Stimme. Geleitet wird er von der staatl. geprüften Logopädin Petra Frießnegg.

  • Brainstorming – Was bedeutet Stimme für Sie?
  • Aufklärung – Anatomische Grundlagen des Kehlkopfes und Zusammenhang zwischen Körper und Stimme
  • Stimmhygiene
  • Arbeit an der Stimme
  • Wahrnehmung
  • Atmung
  • Haltung und Bewegung
  • Stimmgebung und Resonanz
  • Sprechen und Artikulation
  • Stimmvariation im Gespräch

Persönliches Abschlussgespräch

4x 90 min
Termine und Preise nach Vereinbarung
Anmeldung bitte telefonisch oder per eMail

Workshop Stimme - Lehrer

LEHRER – HOCHLEISTUNGSSPORT FÜR IHRE STIMME

Der Lehrerberuf gehört zu den sprechintensivsten Berufen und ist auf ein reibungsloses Funktionieren der Stimme angewiesen. Fühlen auch Sie sich diesen stimmlichen Anforderungen nicht immer gewachsen? „Bitte lauter sprechen!“, „Ich kann Sie nicht verstehen!“, „Wie bitte?“… kennen auch Sie diese oder ähnliche Aufforderungen von Schülern oder Kollegen?Hatten Sie schon mal das Gefühl, stimmlich nicht gegen den Lärmpegel Ihrer Klasse anzukommen? Verspüren Sie nach stundenlanger Sprechleistung im Unterricht manchmal Heiserkeit, Räusperzwang oder den berühmten „Frosch im Hals“. Seit Oktober 2013 bieten wir erfolgreich einen Workshop zur Optimierung Ihrer Stimme. Geleitet wird er von der staatl. geprüften Logopädin Petra Frießnegg.

  • Brainstorming – Was bedeutet Stimme für Sie?
  • Aufklärung – Anatomische Grundlagen des Kehlkopfes und Zusammenhang zwischen Körper und Stimme
  • Stimmhygiene
  • Arbeit an der Stimme
  • Wahrnehmung
  • Atmung
  • Haltung und Bewegung
  • Stimmgebung und Resonanz
  • Sprechen und Artikulation
  • Stimmvariation im Gespräch

Persönliches Abschlussgespräch

4x 90 min
Termine und Preise nach Vereinbarung
Anmeldung bitte telefonisch oder per eMail

Unsere Praxisgemeinschaft

In unserer Praxisgemeinschaft für Sprachtherapie von Michaela Kaiser & Petra Frießnegg in Hoyerswerda erwartet Sie die Diagnostik, Therapie und Beratung bei den verschiedensten logopädischen Störungsbildern.
Durch unsere unterschiedlichen fundierten Ausbildungen und den langjährigen Erfahrungen aus der Praxis sind wir in der Lage, Ihnen professionelle Hilfe bei spezifischen Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- und Kommunikationsstörungen anzubieten.

Diese Webseite liefert einen umfassenden Überblick über die von uns behandelten Störungsbilder und deren Ursachen, eine Vorstellung der Therapeuten, Literaturhinweise zu spezifischen Störungen und weiterführende Links zur näheren Information bei speziellen Nachfragen.

Wir bilden uns fortlaufend weiter, nehmen an Forschungsprojekten teil, engagieren uns in Selbsthilfevereinen und wirken aktiv in der Redaktion einer Fachzeitschrift mit. So können wir Ihnen jederzeit eine hohe Qualität der Therapie gewähren.

Wenn Sie oder einer Ihrer Angehörigen Bedarf an einem Therapieplatz oder einer Beratung haben, vereinbaren Sie bitte einen Ersttermin.

Sollten Sie Interesse an einem Praktikum in der Praxis haben, kontaktieren Sie uns per Mail.

Michaela Kaiser und Petra Friessnegg

Mut

Mut ist nicht immer ein lautes Gebrüll.

Manchmal ist es auch eine leise Stimme am Ende des Tages, die spricht:

„Morgen versuche ich es wieder!“

Mary Anne Radmacher

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Michaela Kaiser & Petra Frießnegg